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Leistungen

Grauer Star Operation in Lübeck

Die Operation des Grauen Stars ist der Schwerpunkt unseres ambulanten OP-Zentrums in der Lübecker Altstadt. Dabei ersetzen wir die getrübte natürliche Linse durch eine klare Kunstlinse. Der Eingriff dauert meist rund 15 Minuten und gehört zu den am häufigsten durchgeführten Operationen in Deutschland.

Was ist der Graue Star?

Beim Grauen Star, medizinisch Katarakt, trübt sich die Linse im Auge allmählich ein. Meist ist dies eine Folge des natürlichen Alterns. Auch Diabetes, bestimmte Medikamente wie Kortison oder Verletzungen können ihn begünstigen. Die Trübung lässt sich weder mit Tropfen noch mit einer Brille rückgängig machen – nur eine Operation stellt klares Sehen wieder her.

Typische Anzeichen

  • Sie sehen wie durch einen Schleier oder eine milchige Scheibe.
  • Farben wirken blasser, Kontraste schwächer.
  • Sie sind blendempfindlicher, besonders bei Gegenlicht und beim Autofahren in der Dunkelheit.
  • Ihre Brillenwerte ändern sich häufiger als früher.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Einen festen Zeitpunkt gibt es nicht. Entscheidend ist, wie stark die Linsentrübung Sie im Alltag einschränkt – beim Lesen, im Beruf oder im Straßenverkehr. In einer ausführlichen Untersuchung beurteilen wir den Befund und besprechen gemeinsam mit Ihnen, ob und wann eine Operation sinnvoll ist.

Ihre Operation bei uns

  • Erfahrener Operateur: Die Eingriffe führt Themistoklis Tsintarakis M.Sc. FEBO durch, Facharzt für Augenheilkunde.
  • Ambulant und sicher: Sie gehen am selben Tag wieder nach Hause. Unsere Anästhesistin überwacht Sie während des gesamten Eingriffs.
  • Schonend: Betäubungstropfen und auf Wunsch ein leichter Dämmerschlaf. Die Schnitte sind so klein, dass sie nicht genäht werden müssen.
  • Individuelle Linsenwahl: Von der Standardlinse bis zur Premiumlinse für mehr Unabhängigkeit von der Brille.
  • Nachsorge aus einer Hand: Die erste Kontrolle findet bereits am Tag nach der Operation statt.

Die richtige Kunstlinse

Mit der Operation haben Sie die Möglichkeit, gleichzeitig eine bestehende Fehlsichtigkeit zu korrigieren. Je nach Linse sehen Sie danach in der Ferne, im Zwischenbereich oder auch in der Nähe ohne Brille gut. Welche Linse zu Ihren Augen und Ihrem Alltag passt, besprechen wir ausführlich mit Ihnen. Einen Überblick finden Sie unter Die verschiedenen Linsentypen.

Kosten

Die Grauer-Star-Operation mit einer Standardlinse übernehmen alle gesetzlichen und privaten Krankenkassen. Für Premiumlinsen, etwa torische, EDOF- oder Multifokallinsen, fällt eine Zuzahlung an. Über die Höhe informieren wir Sie vorab transparent.

Häufige Fragen zur Grauer-Star-Operation

Tut die Operation weh?
Durch Betäubungstropfen und Dämmerschlaf verspüren die meisten Patienten keine Schmerzen, allenfalls ein leichtes Druckgefühl.

Werden beide Augen gleichzeitig operiert?
Nein. Aus Sicherheitsgründen operieren wir die Augen im Abstand von etwa zwei bis vier Wochen.

Wie lange bin ich in der Klinik?
Planen Sie für den Operationstag etwa zwei Stunden ein. Danach bringt Sie eine Begleitperson nach Hause.

Kann der Graue Star zurückkommen?
Die Kunstlinse trübt nicht ein. Gelegentlich bildet sich ein sogenannter Nachstar, der sich mit einem kurzen Laserverfahren behandeln lässt.

Wann darf ich wieder Auto fahren?
Sobald Ihr Augenarzt bei der Kontrolle eine ausreichende Sehschärfe festgestellt hat – oft schon nach wenigen Tagen.

Clear Lens Exchange (CLE)

Refraktiver Linsenaustausch zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten

Beim Clear Lens Exchange, auch refraktiver Linsenaustausch genannt, ersetzen wir die natürliche, noch klare Linse durch eine individuell berechnete Kunstlinse. So lassen sich Kurz-, Weit- und Alterssichtigkeit sowie eine Hornhautverkrümmung korrigieren. Das Verfahren entspricht technisch der bewährten Grauer-Star-Operation – nur dass die Linse noch nicht getrübt ist.

Für wen eignet sich ein Linsenaustausch?

Der CLE ist vor allem eine Option für Menschen ab etwa 45 Jahren, die:

  • alterssichtig sind und eine Lesebrille oder Gleitsichtbrille als störend empfinden,
  • eine stärkere Weitsichtigkeit oder Kurzsichtigkeit haben,
  • für eine Laserkorrektur der Hornhaut nicht geeignet sind, etwa wegen zu dünner Hornhaut oder zu hoher Werte,
  • sich langfristig unabhängiger von Brille und Kontaktlinsen machen möchten.

Ein weiterer Vorteil: Da die natürliche Linse ersetzt wird, kann sich später kein Grauer Star mehr entwickeln.

Die passende Linse

Entscheidend für das Ergebnis ist die Wahl der Kunstlinse. Je nach Augen, Beruf und Alltag kommen Monofokal-Plus-, EDOF-, multifokale oder torische Linsen infrage. Einen Überblick finden Sie im Abschnitt Die verschiedenen Linsentypen. Im persönlichen Gespräch fragen wir gezielt nach Ihren Sehgewohnheiten – etwa Lesen, Bildschirmarbeit, Autofahren bei Nacht oder Sport – und empfehlen die Linse, die dazu passt.

Ablauf

  1. Voruntersuchung: Wir vermessen Ihre Augen präzise und prüfen, ob sie gesund genug für den Eingriff sind.
  2. Operation: Ambulant in unserem OP-Zentrum, mit Betäubungstropfen und auf Wunsch Dämmerschlaf. Über einen kleinen Schnitt wird die Linse entfernt und die Kunstlinse eingesetzt. Der Eingriff dauert pro Auge etwa 15 Minuten.
  3. Zweites Auge: Das zweite Auge wird in der Regel einige Tage bis Wochen später operiert.
  4. Nachsorge: Kontrollen am Folgetag und in den ersten Wochen. Die Hinweise für die erste Zeit entsprechen denen nach einer Grauer-Star-Operation.

Linsenaustausch oder Augenlasern?

Linsenaustausch (CLE) Augenlasern
Korrigiert Alterssichtigkeit ja, mit entsprechender Linse nur eingeschränkt
Typisches Alter ab ca. 45 Jahren meist 18–45 Jahre
Späterer Grauer Star ausgeschlossen weiterhin möglich
Eingriff im Auge an der Hornhaut

Risiken

Die Risiken entsprechen im Wesentlichen denen der Grauer-Star-Operation, etwa Entzündungen, Infektionen oder ein Nachstar. Bei stark kurzsichtigen Augen ist das Risiko einer Netzhautablösung erhöht. Mit Multifokallinsen können besonders nachts Lichthöfe oder Blendempfindlichkeit auftreten, an die sich die meisten Patienten mit der Zeit gewöhnen. Ausführliche Informationen finden Sie unter Risiken und Nebenwirkungen.

Häufige Fragen zum Linsenaustausch

Brauche ich danach keine Brille mehr?
Viele Patienten kommen im Alltag weitgehend ohne Brille aus. Für bestimmte Situationen, etwa langes Lesen bei schwachem Licht, kann dennoch eine Brille hilfreich sein.

Ist der Eingriff schmerzhaft?
Dank Betäubungstropfen und Dämmerschlaf spüren Sie während der Operation in der Regel keine Schmerzen.

Hält die Kunstlinse ein Leben lang?
Ja. Die Linse ist für den dauerhaften Verbleib im Auge ausgelegt.

Was kostet ein Linsenaustausch?
Der refraktive Linsenaustausch ist eine Selbstzahlerleistung. Die Kosten hängen vor allem vom Linsentyp ab. Sie erhalten nach der Voruntersuchung ein transparentes Angebot.

Minimalinvasive Glaukomchirurgie (MIGS)

Insbesondere iStent-Implantation und Excimer-Laser-Trabekulostomie (Elios)

Beim Grünen Star (Glaukom) kann das Kammerwasser nicht mehr ausreichend aus dem Auge abfließen. Der Augeninnendruck steigt und schädigt auf Dauer den Sehnerv. Die minimalinvasive Glaukomchirurgie, kurz MIGS, verbessert diesen natürlichen Abfluss mit kleinsten Zugängen und besonders gewebeschonend.

Für wen ist MIGS geeignet?

MIGS-Verfahren eignen sich vor allem bei leichtem bis mittelschwerem Offenwinkelglaukom, wenn:

  • der Augeninnendruck trotz Tropfen nicht ausreichend sinkt,
  • Sie mehrere Augentropfen täglich benötigen oder diese schlecht vertragen,
  • ohnehin eine Grauer-Star-Operation geplant ist – beide Eingriffe lassen sich in einer Sitzung kombinieren.

Ob ein Verfahren für Sie infrage kommt, klären wir in einer ausführlichen Glaukomdiagnostik.

iStent-Implantation

Der iStent zählt zu den kleinsten Implantaten der Medizin. Er wird über einen winzigen Schnitt in den natürlichen Abflusskanal des Auges, den Schlemm-Kanal, eingesetzt. Dort schafft er eine dauerhafte Verbindung, durch die das Kammerwasser besser abfließen kann. Der Stent ist mit bloßem Auge nicht sichtbar und wird nicht gespürt.

Excimer-Laser-Trabekulostomie (ELT / ELIOS)

Bei der Excimer-Laser-Trabekulostomie mit dem ELIOS-System erzeugt ein kalter Laser mehrere mikroskopisch kleine Öffnungen im Abflussgewebe des Auges. Ein Implantat bleibt dabei nicht zurück. Da der Laser ohne Hitze arbeitet, wird das umliegende Gewebe geschont. Die ELT kann allein oder zusammen mit einer Grauer-Star-Operation durchgeführt werden.

iStent ELT (ELIOS)
Prinzip Mini-Implantat im Schlemm-Kanal Laser-Öffnungen im Abflussgewebe
Implantat im Auge ja nein
Kombination mit Grauer-Star-OP ja ja
Als Einzeleingriff je nach Befund ja

Ablauf und Nachsorge

Der Eingriff erfolgt ambulant in unserem OP-Zentrum unter örtlicher Betäubung, auf Wunsch mit Dämmerschlaf. Er dauert wenige Minuten; in Kombination mit einer Grauer-Star-Operation entsprechend länger. Die erste Kontrolle findet am Folgetag statt. Ihre bisherigen Glaukomtropfen setzen Sie bitte nur nach ärztlicher Rücksprache ab oder reduzieren sie.

Was MIGS leisten kann – und was nicht

Ziel ist ein stabil gesenkter Augeninnendruck und, wo möglich, weniger Augentropfen im Alltag. Bereits eingetretene Schäden am Sehnerv lassen sich nicht rückgängig machen. Deshalb bleiben regelmäßige Kontrollen auch nach dem Eingriff wichtig.

Risiken

MIGS-Verfahren gelten als komplikationsarm. Möglich sind eine vorübergehende kleine Blutung in der Vorderkammer, kurzfristige Druckschwankungen oder ein nicht ausreichender Drucksenkungseffekt, der weitere Behandlungen nötig macht.

Häufige Fragen zu MIGS

Spüre ich den iStent?
Nein. Das Implantat ist so klein, dass es weder sichtbar noch spürbar ist.

Kann ich nach dem Eingriff auf Augentropfen verzichten?
Bei vielen Patienten lässt sich die Zahl der Tropfen verringern. Ob und wie viele Sie weiter benötigen, entscheidet der Verlauf.

Ist MIGS eine Alternative zur klassischen Glaukomoperation?
Bei frühen bis mittleren Stadien oft ja. Bei fortgeschrittenem Glaukom können andere Verfahren nötig sein.

Wer trägt die Kosten?
Das hängt vom Verfahren und Ihrer Versicherung ab. Wir informieren Sie vor dem Eingriff transparent über mögliche Eigenanteile.

Intravitreale operative Medikamenteneingabe (IVOM-Therapie)

Bei der intravitrealen operativen Medikamenteneingabe, kurz IVOM, bringen wir ein Medikament direkt in den Glaskörper des Auges. So wirkt es genau dort, wo es gebraucht wird: an der Netzhaut. Die IVOM ist heute die Standardbehandlung bei mehreren Erkrankungen der Makula, der Stelle des schärfsten Sehens.

Wann kommt eine IVOM infrage?

Die Therapie wird vor allem eingesetzt bei:

  • feuchter altersbedingter Makuladegeneration (AMD) – krankhafte Gefäße wachsen unter der Netzhaut und lassen Flüssigkeit austreten
  • diabetischem Makulaödem – eine Schwellung der Netzhautmitte als Folge eines Diabetes
  • Makulaödem nach Venenverschluss – nach einem Gefäßverschluss in der Netzhaut
  • krankhaften Gefäßneubildungen bei hoher Kurzsichtigkeit

Typische Warnzeichen sind verzerrt wirkende gerade Linien, ein grauer Fleck in der Bildmitte oder eine rasch nachlassende Lesefähigkeit. Bemerken Sie solche Veränderungen, sollten Sie zeitnah augenärztlich untersuchen lassen.

Wie wirken die Medikamente?

Meist kommen sogenannte VEGF-Hemmer zum Einsatz. Sie bremsen einen Botenstoff, der das Wachstum undichter Gefäße antreibt. Dadurch kann sich Flüssigkeit in der Netzhaut zurückbilden. Ziel ist, das Sehvermögen zu stabilisieren und ein Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten. Je nach Befund können auch entzündungshemmende Wirkstoffe sinnvoll sein.

So läuft die Behandlung ab

  1. Vorbereitung: Das Auge wird mit Tropfen betäubt und sorgfältig desinfiziert. Ein kleiner Lidhalter hält das Auge offen.
  2. Eingabe: Unter sterilen Bedingungen in unserem OP-Zentrum wird das Medikament mit einer sehr feinen Nadel in den Glaskörper gegeben. Der eigentliche Eingriff dauert nur wenige Sekunden.
  3. Danach: Sie können die Klinik kurz darauf wieder verlassen. Autofahren dürfen Sie am Behandlungstag nicht, bitte planen Sie eine Begleitung oder ein Taxi ein.

Die Behandlung ist in der Regel eine Serie: Zu Beginn erfolgen meist drei Eingaben im Abstand von etwa vier Wochen. Anschließend legen wir die Abstände individuell fest, abhängig von regelmäßigen Kontrollen mit optischer Kohärenztomographie (OCT).

Was Sie danach beachten sollten

  • Ein Fremdkörpergefühl oder ein kleiner roter Fleck auf dem Augenweiß sind häufig und klingen von selbst ab.
  • Reiben Sie in den ersten Tagen nicht am Auge und verzichten Sie auf Schwimmbad und Sauna.
  • Nehmen Sie die Kontrolltermine wahr – sie bestimmen, wann die nächste Eingabe nötig ist.

Risiken

Schwerwiegende Komplikationen sind selten. Dazu zählen eine Infektion im Augeninneren, ein Anstieg des Augeninnendrucks oder eine Netzhautablösung. Melden Sie sich bitte sofort, wenn nach der Behandlung zunehmende Schmerzen, eine starke Rötung oder eine deutliche Sehverschlechterung auftreten.

Häufige Fragen zur IVOM

Tut die Spritze ins Auge weh?
Durch die Betäubungstropfen spüren die meisten Patienten nur einen kurzen Druck.

Wie oft muss behandelt werden?
Das ist individuell. Viele Patienten benötigen über längere Zeit regelmäßige Eingaben, deren Abstände sich bei stabilem Befund oft verlängern lassen.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Bei den zugelassenen Anwendungsgebieten übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die IVOM in der Regel. Wir klären die Kostenfrage vorab mit Ihnen.

Kann ich danach wieder normal sehen?
Die Therapie soll das vorhandene Sehvermögen erhalten. Bei manchen Patienten bessert sich die Sehschärfe, eine Garantie dafür gibt es nicht.

Persönliche Beratung

Es ist verständlich, dass die Vorstellung einer Behandlung an den Augen Ängste auslösen kann. Bei der Augenklinik am Klingenberg legen wir großen Wert darauf, dass unsere Patienten sich sicher und gut informiert fühlen. Ein ausführliches Beratungsgespräch vor jeder Behandlung ist daher für uns selbstverständlich.

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